Auch wenn dir Kraft und Ausdauer zu einer guten Fitness verhelfen, so ist es doch dein Koordinations- und Reaktionsvermögen, was dir ermöglicht, auf plötzliche Situationen adäquat zu reagieren. Das Risiko, dich zu verletzen, minimiert sich dadurch. Diese innere Sicherheit fördert deine Bewegungsfreude und Motivation, Dinge zu tun, die sich andere nicht zutrauen. Dein Leben bleibt somit länger bunt.
In der Kindheit haben wir uns viele koordinative Fertigkeiten angeeignet, nur nehmen diese leider mit den Jahren wieder ab, wenn sie nicht hin und wieder abgerufen werden. Das Koordinationstraining zielt darauf ab, das Bewegungsrepertoire zu erhalten und möglichst zu erweitern. Es schult das Zusammenspiel zwischen Gehirn und den Muskeln, indem neue neuronale Verschaltungen angelegt und vorhandene verbessert werden. Dies ist für die Ausführung von reibungslosen und effizienten Bewegungsabläufen entscheidend.
Neben Erwachsenen sind auch Kinder und Jugendliche eingeladen, auf spielerische und spaßige Weise ihre motorischen Möglichkeiten auszubauen. Damit ist es gegeben, auch als Familie mitzumachen.
Das Koordinationstraining greift auf die klassischen Turnübungen und Bewegungsaktivitäten aus der Kindheit zurück. Sie werden den individuellen Fertigkeiten der Übenden angepasst. Ergänzt wird das Training durch einige Fitnessübungen und kurze (kontaktfreie) Mannschaftsspiele. Im Übrigen ist es gewünscht, auch eigene Trainingsideen einzubringen.
Die 8 Komponenten der koordinativen Fähigkeiten
- Gleichgewicht = die Fähigkeit, den gesamten Körper im Gleichgewicht zu halten oder zu bringen (zum Beispiel beim Balancieren)
- Reaktion
= die Fähigkeit zur schnellen Ausführung einer Bewegung (zum Beispiel als Läufer beim Startschuss)
- Antizipation
= die Fähigkeit der mentalen Vorwegnahme eines künftigen
Bewegungsablaufes (zum Beispiel der Skifahrer, der sich auf das Gelände
einstellt)
- Umstellung
= die Fähigkeit, mitten in einer Bewegung eine andere Bewegung zu starten (zum Beispiel beim Boxen)
- Kopplung
= die Fähigkeit, einzelne Bewegungen räumlich, zeitlich und dynamisch
miteinander zu kombinieren (zum Beispiel beim Skatebordfahren)
- Orientierung
= die Fähigkeit, sich in einem Raum zurechtzufinden (zum Beispiel beim Klettern)
- Rhythmus
= die Fähigkeit, eine Bewegung in einem vorgegebenen Rhythmus umzusetzen (zum Beispiel beim Tanzen)
- Differenzierung = die Fähigkeit zur genauen Ausführung einer Bewegung (zum Beispiel beim Tennisspielen)
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